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Eingewöhnung

Für das Kind bedeutet der Einritt in den Kindergarten das Erschließen einer neuen Welt. In der Familie befindet es sich in seiner vertrauten Umgebung, verbunden mit einem besonders engen Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir als Kindergarten möchten dem Kind helfen, sich zum häufig ersten Mal, nach außen zu öffnen, ohne die Geborgenheit der Familie zu stören. Im Kindergarten müssen sich die Kinder auf fremde Personen einstellen und sich in einer großen Kindergruppe zurechtfinden. Hinzu kommen neue Räume, Spielsachen und Regeln. So stürmen gerade in der Anfangszeit sehr viele Eindrücke auf das Kind ein. Wir wissen, dass ein gelungener Einstieg und behutsamer Übergang für die weitere Entwicklung von großer Bedeutung ist. Aus diesem Grund haben wir zwei Eingewöhungskonzepte entwickelt. Sie sollen Sicherheit, Transparenz und individuelle Begleitung bieten. Hierbei ist zu bedenken, dass die Eingewöhnung Zeit benötigt und nur mit einer verlässlichen Begleitung der Eltern möglich ist. Die Eltern erleben so, gemeinsam mit ihrem Kind, einen guten Start.

Informationsabend
Dieser findet vor den Sommerferien statt und die Eltern erhalten wichtige Informationen zur Eingewöhnung, der Pädagogik, dem Tagesablauf usw.. 

Handreichung zur Eingewöhnung
Zum Nachlesen für Eltern stellen wir die Bedeutung des Kindergarteneintritts schriftlich zur Verfügung

Aufnahmegespräch
Es ist uns wichtig, den Eltern die Möglichkeit zu geben, ihr Kind vorzustellen und uns im persönlichen Gespräch kennen zu lernen. Dieses sogenannte Aufnahmegespräch findet vor dem Kindergartenstart statt. Viele individuelle Fragen können hier beantwortet werden und der weitere Verlauf der Eingewöhnung wird  besprochen.


Kinder unter drei Jahren

Je jünger die Kinder sind, umso wichtiger ist es, sich für die Eingewöhnung genügend Zeit zu nehmen. Unser Eingewöhnungsmodell für Kinder unter drei Jahren richtet sich nach dem sogenannten „Berliner Modell“. Hierfür werden mindestens 5 Tage benötigt. Am ersten Tag kommt ein Elternteil um etwa 10 Uhr gemeinsam mit dem Kind in den Kindergarten. Etwa eine Stunde wird das Gruppengeschehen erlebt und das Elternteil ist der sogenannte „sichere Hafen“ für das Kind. Der zweite Tag und dritte Tag läuft ähnlich ab. Allerdings wird die Besuchszeit auf etwa zwei Stunden ausgeweitet. Am vierten Tag wird der erste Trennungsversuch unternommen. Nach der Verabschiedung bleibt die Bezugsperson im Haus, damit die Dauer der Trennung flexibel gestaltet werden kann. Ab dem fünften Tag wird versucht, die Trennungszeit zu erweitern. Außerdem wird gemeinsam entschieden, wie die weitere Eingewöhnung verläuft.


Kinder ab 2,9 Jahren

Im Monat vor dem Kindergartenstart kommt eine Bezugsperson (meist Eltern) gemeinsam mit dem Kind in seine/ihre Gruppe und sie erleben etwa 2-3 Stunden im Kindergarten.


Am zweiten Tag wird das Kind schon einige Zeit alleine in der Gruppe verbringen, denn nach etwa 30 Minuten verlässt die Bezugsperson den Kindergarten für eine individuell festgelegte Zeit und die erste Trennung findet statt. Eine Erzieherin nimmt sich hierbei viel Zeit für die Eltern und das neue Kind. 


Am Aufnahmetag bleibt die Bezugsperson noch einige Zeit mit dem Kind in der Gruppe, bevor die Trennung stattfindet.  


Ab diesem Zeitpunkt wird, zusammen mit dem pädagogischen Personal, über den weiteren Weg entschieden. Dies ist sehr wichtig, da jedes Kind sehr unterschiedlich auf die neue Situation reagiert und wir flexibel auf die Kinder eingehen möchten.


Das Hineinwachsen in den Alltag wird dem Kind erleichtert durch:

  • erste Kontakte zu Kindern, erste Freunde finden
  • Patenschaften, die ältere Kinder übernehmen 
  • feste Bezugspersonen und Zugehörigkeit zu seiner Stammgruppe
  • interessante Spielangebote, die Spaß machen
  • regelmäßige Abläufe und sich wiederholende Ereignisse (Begrüßungslied, Morgenkreis, Rituale…)
  • rechtzeitiges und regelmäßiges Bringen
  • besprochene Abholzeiten – baut Vertrauen auf und gibt dem Kind Sicherheit
  • stetigen Austausch über den aktuellen Stand (kurze Informationen beim Bringen oder Abholen) und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Personal